Um gemeinsam mit allen Sportbünden und Sportjugenden in Niedersachsen ein Miteinander zu entwickeln, das Grenzüberschreitungen vorbeugt und ein Hilfsnetz für Betroffene vorhält, hat der LSB mit seiner Sportjugend auf Basis der bisherigen Arbeit zur Prävention sexualisierter Gewalt den Leitfaden zur Entwicklung von Schutzkonzepten in Sportbünden und Sportjugenden Verein(t) zum Schutz vor sexualisierter Gewalt im Sport – AUSGEZEICHNET! entwickelt.
Abkürzungen: SB: Sportbund, sj: Sportjugend, VS: Vorstand (min. 1. Vorsitzende*r und nach BGB entscheidungsfähig), GF: Geschäftsführung, AP: Ansprechperson(en), AG Schutzkonzept: Arb eitsgruppe Schutzkonzept – bestehend aus min. 1 Vorstandsperson, 1 Person aus der Geschäftsstelle, ggf. Geschäftsführung, 1 Ansprechperson, ggf. Sportjugend-Vorsitzende*r und weitere Interessierte. Eine dieser Personen erhält zum Zweck der Kommunikation mit dem Fachteam und der Organisation die Aufgabe der Leitung der AG, BS: Beratungsstunde vor Ort (1 BS = 60 min.)
Alle Bausteine sind eng miteinander verknüpft und bauen im Gesamten aufeinander auf. Durch die Beratung soll ein Prozess initiiert werden, der durch die Absolvierung aller Bausteine die Entwicklung eines ganzheitlichen Schutzkonzepts als auch die Etablierung des Themas PSG in den Dienstleistungen von SB und/oder sj zum Ziel hat.
Entschließt sich der Sportbund und/oder die Sportjugend zur Installierung eines Schutzkonzeptes, so beginnt der Prozess mit dem Baustein
Es folgt der Baustein
Im weiteren Prozess sollte dann die Benennung und externe Schulung der Ansprechpersonen stattfinden. Im Anschluss daran folgen die Bausteine
Im Laufe des Prozesses findet darüber hinaus die
Die Bausteine
Entsprechend der Dienstleistungsfunktion bietet sich dann die Möglichkeit der regionalen Tandemgründung (sofern bisher kein Tandem existiert) um die regionale Präventionsarbeit voranzutreiben. Ist der Prozess abgeschlossen findet eine Veranstaltung zur Auszeichnung und Überreichung der Plakette statt. Die Auszeichnung ist anschließend für 4 Jahre gültig. Zur Verlängerung können entsprechende Ergänzungs- und Verlängerungsbausteine durchgeführt werden.
Angestrebt werden sollte die Verschriftlichung eines Schutzkonzepts, welches die Präventionsarbeit im Sportbund und/oder der Sportjugend verbindlich regelt und die Ergebnisse des Prozesses sichert. Eine öffentliche Positionierung soll zu Beginn des Gesamtprozesses stattfinden, eine Änderung der Satzung soll dann entsprechend im Laufe des Prozesses folgen.
Alle Bausteine können bei der Durchführung an die Größe des Sportbundes und/oder der Sportjugend und dem Prozess angepasst werden. Das bedeutet, dass einzelne Bausteine auch mehrmals durchgeführt werden können, wenn ein Sportbund/eine Sportjugend z.B. sehr groß ist.