Schutzkonzepte für Landesfachverbände (LFV)

Die Sportjugend und der LSB unterstützen Landesfachverbände, die ein Schutzkonzept entwickeln wollen, um handlungsfähig in der Prävention und Intervention sexualisierter Gewalt zu sein.

Präventionskonzept im Leistungssport am Standort Hannover

Bereits 2022 wurde das Präventionskonzept zum Schutz von Kindern und Jugendlichen vor sexualisierter Gewalt im Leistungssport am Standort Hannover verabschiedet und trat am 01.01.2023 in Kraft. In diesem Konzept verpflichten sich neben dem LSB, Olympiastützpunkt und dem LOTTO Sportinternat, die jeweils eigene Präventionskonzepte erarbeitet haben, 16 Landesfachverbände in Niedersachsen zur Umsetzung der darin genannten Maßnahmen und gemeinsam erarbeiteten Regeln.

Das Präventionskonzept zielt darauf ab, besonders minderjährige Athlet*innen bestmöglich vor sexualisierter Gewalt zu schützen und Maßnahmen umzusetzen, die identifizierte Risiken für diese Zielgruppe deutlich minimieren.


Schutzkonzeptentwicklung AUSGEZEICHNET auch für LFV

Neben dem Präventionskonzept im Leistungssport am Standort Hannover ist es seit Beginn 2026 möglich, dass Landesfachverbände in Niedersachsen – analog zu den Beratungsprozessen in Sportvereinen und Sportbünden- den Beratungsprozess Verein(t) zum Schutz vor sexualisierter Gewalt im Sport – AUSGEZEICHNET! durchlaufen können.

Schutzkonzeptentwicklung - so läuft es

Abkürzungen: VS: Vorstand (min. 1. Vorsitzende*r und nach BGB entscheidungsfähig), GF: Geschäftsführung, AP: Ansprechperson(en), AG Schutzkonzept: Arbeitsgruppe Schutzkonzept – bestehend aus min. 1 Vorstandsperson, 1 Person aus der Geschäftsstelle, ggf. Geschäftsführung, 1 Ansprechperson, ggf. Sportjugend-Vorsitzende*r und weitere Interessierte. Eine dieser Personen erhält zum Zweck der Kommunikation mit dem Fachteam und der Organisation die Aufgabe der Leitung der AG., BS: Beratungsstunde vor Ort (1 BS = 60 min.)

Der Beratungsprozess besteht aus mehreren Bausteinen. Alle Bausteine sind eng miteinander verknüpft und bauen im Gesamten aufeinander auf. Durch die Beratung soll ein Prozess initiiert werden, der durch die Absolvierung aller Bausteine die Entwicklung eines ganzheitlichen Schutzkonzepts zum Ziel hat.

Alle Bausteine können bei der Durchführung an die Größe des Landesfachverbandes und dem Prozess angepasst werden. Das bedeutet, dass einzelne Bausteine auch mehrmals durchgeführt werden können.